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World Payments Report 2022: KMU kämpfen weiterhin mit Cashflow- und Wachstums-Problemen

89 Prozent der kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) ziehen einen Wechsel zu Herausfordererbanken und alternativen PayTech-Anbietern in Betracht.

Martin Fenyoe, Head of Sales bei Capgemini in Österreich (Credit: Capgemini; Abdruck honorarfrei)

Neue Zahlungsmethoden (Instant Payments, E-Geld, mobile und digitale Geldbörsen, Konto-zu-Konto, QR-Codes) sind bei den Verbrauchern auf dem Vormarsch, aber die drohende Rezession und die steigenden Inflationsraten in Verbindung mit den anhaltenden geopolitischen Problemen stellen eine ganze Reihe neuer Herausforderungen dar.


Trotz dieses globalen Gegenwinds geht der heute veröffentlichte World Payments Report 2022 des Capgemini Research Institutes davon aus, dass der Anteil neuer Zahlungsmethoden an den gesamten bargeldlosen Transaktionen bis 2026 von rund 17 Prozent auf rund 24 Prozent steigen wird. Doch während der Zahlungsverkehr zwischen Handel und Endkunden (B2C) floriert, wurde bisher die Wertschöpfungskette im Geschäftskundenbereich (B2B) allzu oft vernachlässigt.


Die Zahlungsverkehrsbranche hat sich während der unruhigen Marktverhältnisse in den vergangenen Jahren, robust dargestellt. Der Erfolg wurde durch die Einführung innovativer neuer digitaler Zahlungsmethoden, wie zum Beispiel mobile oder digitale Geldbörsen, für Verbraucher sogar noch beschleunigt. Viele Banken bieten jedoch nicht die gleiche Unterstützung für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) an.


Der Studie zufolge haben KMU trotz der Erholung nach der Pandemie weiterhin mit Cashflow-Problemen und Konversionszyklen zu kämpfen, was die nächste Wachstumsphase für viele behindert. Dies hat zu einer steigenden Nachfrage bei Zahlungsdienstleistern geführt.


„Kleine und mittlere Unternehmen sind das Rückgrat unseres Wirtschaftswachstums und tragen signifikant zum Bruttoinlandsprodukt und der Beschäftigung bei. Dennoch sind sie mit am stärksten von der jüngsten Marktvolatilität betroffen“, sagt Martin Fenyoe, Head of Sales bei Capgemini in Österreich. „Banken und Zahlungsdienstleister müssen ihre Prioritäten neu ausrichten, um diesen ungenutzten Wert durch innovative und erlebnisorientierte Zahlungsdienste zu nutzen.“


Kleine und mittlere Unternehmen fühlen sich von ihren Banken vernachlässigt

Obwohl der Studie zufolge das Marktsegment der kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) in Bezug auf den Zahlungsverkehr weltweit einen Wert von über 850 Mrd. US-Dollar hat, werden KMU von den traditionellen Banken häufig zugunsten größerer Firmenkunden und des größeren Privatkundenmarktes übersehen.


Infolgedessen haben KMU häufig mit Cashflow-Problemen, Cybersecurity-Risiken, schlechter Liquidität und betrieblichen Ineffizienzen zu kämpfen. Das schürt die bestehende Unzufriedenheit mit etablierten Zahlungsdienstleistern. Tatsächlich fühlen sich 89 Prozent der befragten KMU von ihren Primärbanken unterversorgt und erwägen einen Wechsel zu einem kulanteren alternativen PayTech-Herausforderer.


In der Studie wurde festgestellt, dass die weltweiten bargeldlosen B2B-Transaktionen zwischen 2021 und 2026 mit einer durchschnittlich jährlichen Wachstumsrate von ca. 10 Prozent zunehmen werden. Die Umstellung auf einen digitalen Zahlungsanbieter würde es KMU ermöglichen, diesen zunehmenden digitalen Zahlungstrend im B2B-Bereich ähnlich zum Trend auf den Verbrauchermärkten widerzuspiegeln.


Um die Loyalität der KMU zurückzugewinnen, müssen die Banken neue Angebote auf ihren Plattformen implementieren, was jedoch die unflexiblen Altsysteme behindern. Mehr als ein Viertel der Banken haben der Studie zufolge mit einer monolithischen und unflexiblen Infrastruktur zu kämpfen. 75 Prozent der Führungskräfte räumen den Kosten für den Betrieb der aktuellen Systeme Vorrang vor der Entwicklung neuer Angebote ein - ein klares Hindernis für die notwendigen Investitionen in Innovation und Flexibilität, nach denen sich KMU sehnen.


Zahlungsmöglichkeiten durch Distributed Ledger Technology[1]-Lösungen In der Fülle innovativer Technologien, die von Banken eingesetzt werden, um im Wettbewerb bestehen zu können, erweist sich die Distributed Ledger Technology (DLT) als entscheidender Vorteil im Zeitalter des nahtlosen Wertetauschs. Viele Banken und Zahlungsdienstleister (PSPs) sind sich über das Potenzial dieser Technologie zur Umgestaltung der Branche einig, doch die Einführung wird langsam vorangehen, da knappe Ressourcen die Investitionsmöglichkeiten weiterhin begrenzen.


64 Prozent der KMU sind der Meinung, dass DLT eine sinnvolle Ergänzung zu den bestehenden Zahlungsnetzwerken darstellen könnte, da die grenzüberschreitenden B2B-Transaktionen auf der Blockchain neben den Kryptowährungen weiter zunehmen. Infolgedessen kann DLT als Teil einer mehrgleisigen Gründungsstrategie betrachtet werden, um diese globalen und regionalen Zahlungsnetzwerke besser zu unterstützen.


Ebenso hat der rasche Anstieg unregulierterer Krypto-Assets viele Banken dazu veranlasst, die Möglichkeiten der digitalen Zentralbankwährung (Central Bank Digital Currency, CBDC) zu erkunden. Schließlich hebt die Studie hervor, dass diejenigen, die in der Branche eine Vorreiterrolle einnehmen wollen, bereits DLT-Anwendungsfälle für die nächste Welle von Wachstumschancen skalieren.

 

[1] Unter Distributed Ledger versteht man eine dezentralisierte, gemeinsam genutzte, unveränderliche verteilte Datenbank für Transaktionen. Die technologische Infrastruktur und eine Reihe von Protokollen, die den Zugriff, die Validierung und die unveränderliche Aktualisierung von Datensätzen in einem Netzwerk verteilter Ledger ermöglichen, werden als Distributed Ledger Technology (DLT) bezeichnet.


Vollständiger Pressetext:

PI World Payments Report Capgemini 07102022
.pdf
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Mehr Informationen zu Capgemini unter: www.melzer-pr.com/capgemini

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